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GESCHICHTE DER STADTHALLE VERDEN

Die Stadt Verden


Die Stadt Verden an der Aller ist Sitz der Kreisverwaltung und bedeutender Tier-Zucht-Vereinigungen. Als modernes Oberzentrum der Region, zentral zwischen den Metropolen Bremen und Hannover, mit optimalen Verkehrsanbindungen, ist Verden darüber hinaus ein interessanter Wirtschaftsstandort, an dem sich eine Reihe international tätiger Industrieunternehmen angesiedelt hat.

Mit seiner Jahrtausende alten Tradition und entsprechend versehen mit zahlreichen historischen Bauwerken, attraktiven Freizeitmöglichkeiten und eingebettet in eine reizvolle Landschaft, hat die alte Reiterstadt den Charme eines gewachsenen Zentrums, das Tradition und Moderne harmonisch vereint.

Die in Form eines “U” angelegten Gebäude umschließen, als eine Art natürliches Amphitheater, den rund 2400qm großen Holzmarktplatz.

Zur Historie des Objektes ...


Die Holzmarkt Kaserne wurde in den Jahren 1828 - 1829 erbaut. Aufgegeben als Kasernenstandort 1987, erwarb die Stadt Verden das Gesamtareal 1991.

Seit 1994 erfolgte - nach dem Ankauf des Geländes durch die Unternehmensgruppe Graubner - eine Umplanung der Gesamtanlage zu einer neuen Nutzung durch das Architekturbüro Tolle. Ende 1997 beschloss der Rat der Stadt Verden den Vorhaben- und Erschließungsplan Nr. 4 “Am Holzmarkt”, gleichzeitig begann der Umbau in ein Multifunktionales Kultur- und Einkaufszentrum, als solches wird die Anlage seit Ende 1999 genutzt.

Die preußischen Truppen sollten ab 1866 in Verden möglichst zusammengefasst garnisoniert werden, damit es schnell einsatzbereit war.

1872 wurde westlich ein Gebäude, das Einquartierungshaus, durch die Stadt Verden gebaut. 1906 wurde ein weiterer notwendiger Pferdestall an der östlichen Seite der Kaserne neben der Bahn errichtet. Das Wachgebäude wurde dann 1908 als zweistöckiges Haus erbaut.

Am 27. April 1925 schrieb das Verdener Anzeigenblatt: “Die große Holzmarktkaserne, die noch aus althannoverscher Zeit stammt, enthält im unteren Geschoss die Pferdestallungen. Im Laufe der Zeit sind durch die Ausdünstungen die Mannschaftsräume in den oberen Stockwerken derart schlecht geworden, dass sie als unbewohnbar bezeichnet werden mussten.”

Es sollte ein neues modernes Mannschaftshaus gebaut werden. Aus diesem Projekt wurde aber nichts.

Die Reichswehr nahm den Komplex im Jahre 1919 voll in Besitz. Als letzte Friedensgarnison lag hier die 1. Abteilung des Artillerieregiments Nr. 22. Von 1959 bis 1987 wurde die Holzmarkt Kaserne durch die Bundeswehr genutzt.

aktuelle Entwicklung ...


1999 erfüllte sich für Verden mit dem Umbau der Holzmarktkaserne und dem Anbau einer Stadthalle der langgehegte Wunsch nach einem überregionalen Veranstaltungszentrum für Theater, Tagungen, Kultur und Freizeit.

2005 drohte durch die Insolvenz des damaligen Eigentümers die Zwangsversteigerung. In dieser Situation wurde der „Trägerverein Verdener Kulturflügel e. V.“ gegründet mit dem Ziel, die Stadthalle und die Vereinsräume für Verden und seine Bürger als Ort der Kultur und der Begegnung zu erhalten. Mit einer Spendenaktion unter dem Motto „Rettet die Stadthalle – für alle!“, an der sich viele Verdener Bürger und Betriebe beteiligten, gelang es in kurzer Zeit, das zum Kauf benötigte Eigenkapital zusammen zu bekommen. Seitdem ist der Trägerverein als Repräsentant der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Verden Eigentümer der Stadthalle.

Seit dem 1. Januar 2008 hat nun der Trägerverein die Stadthalle an die Stadthalle Verden GmbH, eine Tochter der Stadtwerke Verden GmbH, vermietet.